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Die nachfolgende Beschreibung gibt eine Anleitung zur Organisation eines Ersten-Hilfe-Kurses. Für Gruppenveranstaltungen gelten ganz besondere Anforderungen: Die Teilnehmer haben verschiedene Vorkenntnisse und oft auch verschiedene Erwartungen. Prinzipiell kann die Anleitung für jede Art von Kurs verwendet werden. Was ist zu beachten, von der Kursbezeichnung bis zum Dozenten-Vortrag. Was sind die typischen Fehler - und wie vermeide ich diese schon im Vorfeld. Die nachfolgende Beschreibung soll Veranstaltern und Dozenten helfen, sich intensiv vorzubereiten.

 

 

 

ORGANISATIONS-CHECKLISTE : Erste-Hilfe beim Hund - Kurs organisieren

Um eine Gruppenveranstaltung zu organisieren, gilt es vorab und in der Veranstaltung selbst einiges zu beachten

 

 

A. ZIEL DES KURSES KLAR KOMMUNIZIEREN

  • Das Ziel des Kurses muss ganz klar definiert werden.
  • Mit welchen Erkenntnissen werden die Teilnehmer nach Hause gehen.
  • Der angesprochene Teilnehmerkreis muss klar umrissen werden. Welches Vorwissen wird erwartet?
  • Den Teilnehmer vorab informieren, was mit zubringen ist.
  • Wie hoch ist die Teilnahmegebühr, wie und wann ist diese zu bezahlen.
  • Welche Kosten entstehen durch die bereitgestellten Kursmaterialen wie z.B. Verbandszeug beim Ersten-Hilfe-Kurs.

  

A.1 KURS-BEZEICHNUNG

  • Beispiele für eine Kursbezeichnung : Erste-Hilfe-Kurs für Hundehalter - für Anfänger ohne Vorkenntnisse oder Erste-Hilfe-Kurs für Hundehalter - für Fortgeschrittene mit mit gutem Grundwissen
  • Beschreibung des Kurses, zum Beispiel beim Anfängerkurs: Hundehalter und Interessierten das Thema 'Erste-Hilfe beim Hund' in einem Kurs näher zu bringen. Nach dem Kurs sind werden Sie in der Lage sein Notfallsituationen bei ihrem Hund zu erkennen, den Hund als Ersthelfer zu unterstützen und den Transport zum Tierarzt zu organisieren.

B. VORBEREITUNG

  • das Erste-Hilfe-Material sollte auf Vollständigkeit durchgegangen werden, Details siehe -> Erste-Hilfe Material
  • Kursunterlagen entsprechen der Anzahl Teilnehmer verfielfältigt werden
  • Termin veröffentlichen: das Datum ihres Kurses können Sie in unseren Kalender eintragen, Details siehe -> Erste-Hilfe Termine

 

 

C. RÄUMLICHKEITEN

  • die Anforderungen an die Räulichkeiten sind gering
  • aus organisatorischen aber auch versicherungs-rechtlichen Gründen empfiehlt sich die Durchführung im 'öffentlichen' Bereich, also einer Gaststätte, Hotel oder einer anderen Einrichtung mit eigener Versicherung, Bewirtung, Toiletten, etc.
  • ein Tagungs- oder Seminarraum ist ideal
  • ein Nebenraum in einer Gaststätte reicht aber auch aus

 

D. DOZENT

  • um so qualifizierter in Fragen der Tiermedizin, um so besser
  • ein Tierarzt ist ideal, ein Tierheilpraktiker sehr gut
  • Rettungshundeführer aus Hundestaffeln sind gut, Rettungsanitäter aus der Humanmedizin mit sehr viel Hundeerfahrung sind auch ok
  • wenn der Dozent auch gleichzeitig der Veranstalter ist, muss er den Gruppenkurse organisieren, den Vortrag spannend und interessant halten, die Teilnehmer anleiten und motivieren auch daheim weiter am Thema zu bleiben und immer wieder mit dem eigenen Hund zu üben

 

Positive Elemente

  • klare Struktur der Veranstaltung vorgeben, evtl. an die Pinnwand - feste Termine / Zeiten für einzelne Veranstaltungselemente
  • trockene Theorie durch anekdotische Erzählungen aus der eigenen Praxis ergänzen
  • Kompetenz austrahlen
  • hat eine gewisse, aber zurückhaltente Autorität - zeigt Führung
  • Spannungsbogen aufbauen ... und am Ende des Kurses kommt ein kniffliger Praxisfall - den sie dann lösen müssen
  • souveräner Umgang mit Zwischenfragen ... das ist eine interessante Frage ...
  • immer sachbezogen bleiben ... auch wenn jemand (vielleicht besserwisserisch) stören sollte ... wir wollen ja alle etwas aus diesem Kurs lernen...
  • klare Ziele für den Kurs setzen und bei Abscheifungen immer wieder die Ziele kommunizieren ... unser Ziel für heute ist es doch ... das und das zu erreichen ....
  • Dozent ist fachlich bestens vorbereitet - hat vorab einen Fragebogen der häufigsten Teilnehmerfragen erstellt und abgearbeitet - und wirkt dadurch sehr souverän und kompetent - das gibt Sicherheit
  • Zeitplan einhalten - auch nicht überziehen
  • nicht vom roten Faden abbringen lassen, Richtung und Struktur beibehalten - dabei aber immer freundlich und souverän bleiben
  • Abschliessend mit welcher Motivation geht man nach Hause, was plant man wie im Allltag umzusetzen

 

Umgang mit kritischen Situationen

  • Störer im Kurs
  • notorische Besserwisser
  • Teilnehmer die die Kompetenz des Dozenten in Frage stellen
  • Leute die das Thema / den rozten Faden zu verbiegen versuchen
  • Ja-Aber-Sager ... die vom Hundertsten ins Tausendste kommen und unter dem Strich destruktiv wirken
  • Selbstdarsteller als Teilnehmer die eigentlich nur sich selbst in den Mittelpunkt stellen wollen
  • langatmige Geschichtenerzähler ohne Nährwert für das Thema
  • Leute die den Dozent aus dem Konzept bringen wollen
  • Teilnehmer die Machtspielchen treiben wollen

 

 E. UNTERRICHTSMATERIAL

  • die Unterlagen von dieser Website können verwendet werden
  • Ausdrucke sollten verteilt werden
  • wenn möglich grossen Stofftier-Hund beschaffen
  • händigen Sie den Teilnehmern eine Material-Checkliste aus, mit deren Hilfe ein Erste-Hilfe-Koffer für den eigenen Hund zusammengestellt werden kann, weitere Details siehe -> Erste-Hilfe Material
  • überreichen Sie am Ende des Kurses den Teilnehmern eine Teilnahmebestätigung

 

Müssen die Teilnehmer im Kurs an einem echten Hund üben? 

  • im Kurs: Nein
  • es macht keinen Sinn dass, ein Hund 15 Mal von verschiedenen Leuten eine Maulschlinge angelegt bekommt
  • ideal ist es die Teilnehmer an einem entsprechend grossen Stofftier-Hund üben zu lassen

 

 

 F. ORGANISATORISCHES VOR ORT

  • gute Wegbeschreibung zum Veranstaltungsort in der Eindladung mitgeben
  • falls der Treffpunkt - bei einem Praxisworkshop nicht unüblich - im Freien liegt: Foto des Treffpunkts beifügen oder Hardcopy von Google-Maps beifügen
  • für gute Ausschilderung des Ortes durch Wegweiser sorgen. HUNDE-RING Seminar - Thema ... Raum 4711
  • Namenschilder für die Tische vorbereiten
  • idealerweise wird erst am Schluss ein Skript der Veranstaltung ausgehändigt wird. Diese rechtzeitig ausdrucken, kopieren und präsentieren. Evtl. reicht auch die Auslieferung als PDF-Skript auf Anforderung. Übungsblätter, Testfragen, etc. könnten auch ausgehändigt werden.

 

 

 G. TYPISCHE FEHLER VERMEIDEN

 

 G.1 TYPISCHE DOZENTEN-FEHLER VERMEIDEN

  • monotoner Vortrag
  • unklarer, unstrukturierter Tagesablauf
  • schlechte Vorbereitung, immer wieder Suche nach Unterlagen oder Utensilien, die nicht bereit liegen
  • Probleme im Umgang mit der Präsentationstechnik
  • herablassender, besserwisserischer Ton
  • undeutliche, nuschelnde Ausprache
  • einzelne Teilnehmer, denen etwas nicht so gut gelingt - werden vorgeführt
  • dem Teilnehmer wird nicht klar, was er von der Veranstaltung in seinen Alltag mitnehmen kann
  • der Dozent berichtet zum Thema nicht anschaulich aus seinen eigenen Erfahrungen

 

 

 G.2 TYPISCHE VERANSTALTER-FEHLER VERMEIDEN

  • Wegbeschreibung nur aus einer Richtung kommend - und die andere Hälfte der Teilnehmer findet nicht hin
  • kein Schild im Eingangsbereich angebracht - niemand findet die Etage, den Raum
  • schlechte Akustik im Raum, Dozent schwer zu verstehen
  • schlechte Präsentationstechnik im Raum, Projektionen nur schwer zu sehen
  • zu grosse Anzahl von Teilnehmer - kaum mehr individuelle Fragen möglich

 

 

H. WEITERE HINWEISE

 

 

 

I. DOKUMENTEN-HISTORIE

 

 

 

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