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Am Anfang der Arthrose-Krankheit steht ein Knorpelschaden in einem Gelenk. Zunächst ist der Schaden klein und oberflächlich, weitet sich jedoch langsam aus. In der Medizin spricht man erst dann vom Krankheitsbild der Arthrose, wenn der Schaden auch Veränderungen am Knochen unter dem Knorpel hervorgerufen hat. Diese im Röntgenbild erkennbaren Verdichtungen sind das Frühstadium der Arthrose. Der Fortschritt der Erkrankung ist dabei individuell sehr unterschiedlich. Zwischen dem Frühstadium der Erkrankung und dem Spätstadium können oft Jahre liegen. Die Ursachen der Knorpelschäden sind dabei sehr vielfältig: angeborene Fehlstellungen, Unfälle, berufliche Überlastung, Überlastung durch Übergewicht und auch Stoffwechselstörungen. Manchmal lässt sich im Nachhinein die eigentliche Ursache gar nicht mehr feststellen. Die Auswirken der Arthrose sind : Schmerzen und Entzündungen, Verdickungen und knöcherne Verformungen, in der Spätphase auch Einsteifung des Gelenks. Es gibt eine Vielzahl von Therapieformen gegen Arthrose - ursächlich wirksam ist keine davon. Angefangen von Nahrungsergänzungsmittel, über die Implantation von Golddrähten bis zu künstlichen Gelenken. Auch werden für Hunde schon maßangefertigte individuelle Gelenkprothesen produziert.

 

 

Arthrose beim Hund

Arthrose ist die Verschleisserkrankung der Gelenke.

 

 

A. AUSGANGSLAGE

  • der Hund hat Bwegungsprobleme
  • möglicherweise hat der Tierarzt im Röntgenbild eine Hüftdysplasie oder bereits einen Knorpelschaden festgestellt.

 

A.1 HINTERGRUND-INFOS

  • Die Frage ob eine Arthrose gefährlich ist, muss im Vergleich zu anderen Erkrankungen beim Hund - verneint werden. Arthrose hat viele, teils gravierend negative Folgen - ist aber keine tödliche Krankheit. Wenn wir nur einmal daran denken, dass sich ein schwergewichtiger Hund praktisch nicht mehr bewegen kann - aber für sein Geschäft natürlich auch Gassi gehen muss.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Arthrose

Osteoarthrose , Osteoarthritis

 

Arthrose ist die Verschleiß-Erkrankung der Gelenke. Sie ist eine durch Überbelastung, Fehlstellungen oder Verletzungen verursachte Gelenkerkrankung bei der durch eine andauernde mechanische Fehl- und Überbelastung der Gelenkknorpel abgenutzt und nachhaltig zerstört wird. Dabei ist die Arthrose am Anfang eine nicht entzündliche Erkrankung, die kaum bemerkt wird. Die Knorpelschicht im Gelenk wird jedoch immer dünner und bekommt mit der Zeit tiefe Furchen. Erst im weiteren Verlauf kommt es zu schmerzhaften, entzündlichen Phasen, die als aktivierte Arthrose bezeichnet werden. Ausgehend von dem fortschreitenden Knorpelschadenkann sich die Erkrankung häufig unter qualvollen Schmerzen auf das gesamte Gelenk ausweiten und dieses zerstören.

Im Verlauf des Knorpelabbauprozesses kommt es zu einer Verkettung von mechanischen und biochemischen Faktoren wie Interleukin, die die Entzündungsprozesse unterstützen. Das zerstörte Knorpelgewebe löst dabei selbst Entzündungsprozesse aus, die zu weiterem Knorpelverlust führen.

Weit fortgeschritten kann es zu einer Knochenglatze kommen, bei der großflächig der Knorpel verloren gegangen ist, der Knochen im geschädigten Bereich sich verdickt und am Gelenkrand Knochenzacken, sogenannte Osteophyten entstanden sind, die die Beweglichkeit des Gelenks noch weiter stark einschränken. Weiterhin können im Knochen um das Gelenk Zysten entstehen. Durch die Beschwerden kommt es häufig zur Schonhaltung und Bewegungsmangel. Kraftverlust der gelenkführenden Muskel und Übergewicht sind häufig die Folge, was wiederum gerade bei den gewichtstragenden Gelenken in einen Teufelskreis von erhöhtem Verschleiß und noch einmal verstärkten Beschwerden führt.

Unter den rheumatischen Erkrankungen ist die Arthrose die häufigste Krankheitsform. Der Begriff leitet sich von griech. Arthros, Gelenk ab. Aus dem anglikanischen Sprachraum abgeleitet ist die Erkrankung auch als Osteoarthrose bekannt.

Therapieansätze bei Arthrose

An erster Stelle der Therapie-Optionen bei Arthrose steht eine nachhaltige Änderung des Lebensstils hinsichtlich Ernährung und Gewicht, Sport- und Belastungsgewohnheiten. Bei einem akut entzündeten Gelenk ist die Bekämpfung der Entzündungsreaktion angezeigt. Ein langfristig günstiger Arthroseverlauf soll durch das Einbringen von Bestandteilen des Knorpels und der Gelenkflüssigkeit, wie Glucosamin, Chondroitin und Hyaluronsäure erreicht werden. Bei fortgeschrittener Arthrose mit starken Gelenkschäden folgen Formen der operativen Knorpelbehandlung und letztendlich der teil- oder vollständige Ersatz des Gelenks durch eine Prothese.

 

 

 

 

Typisch für die Arthrose sind Anlaufschmerzen. Die ersten Bewegungen nach einer Ruhephase sind dann ganz besonders schmerzhaft, die Schmerzen lassen aber nach wenn sich die Gelenke eingelaufen haben. Im weiteren Verlauf der Krankheit treten Ruheschmerzenund auch Durchschlafstörungen auf. Ursache kann eine Überlastung des Gelenks oder ein bereits fortgeschrittener Knorpelschaden sein.

Insgesamt können sich schmerzarme und schmerzreiche Phasen über eine lange Zeit hinweg abwechseln, bis das Krankheitsgeschehen nach und nach zu einem Dauerschmerz führt. Die Arthrose verläuft in dieser mittleren Phase häufig in Schüben, wellenförmig und klingt nach und nach wieder von alleine ab. Eine aktivierte Arthrose liegt vor, wenn sich das Gelenk entzündet hat. Die beruhigte Phase zwischen den Schüben wird als stumme Arthrose bezeichnet.

Die aktivierte Arthrose ensteht dadurch, dass sich abgeriebenes Knorpel- oder Knochenmaterial entzündet und dabei akute und starke Schmerzen im Gelenk verursacht.

Typische Beschwerden der Arthrose in der Übersicht

  • Anlaufschmerzen
  • Belastungsschmerzen
  • Ruheschmerzen im fortgeschrittenen Stadium
  • verspannte Muskel und Sehnen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Schonhaltung
  • Gelenkentzündungen (aktivierte Arthrose)
  • Gelenkerguß (insbesondere bei Kniearthrose)
  • Gelenkknirschen (Krepitation)


Arthrose und Arthritis sind grundverschiedene Krankheitsformen, die auch sehr unterschiedlich behandelt werden müssen. Arthritis gehört zu den entzündlichen Rheumaformen. Die genaue Diagnose was nun genau vorliegt kann nur ein Arzt nach einer genaueren Untersuchung festlegen. Nur so kann eine angemessene Behandlung eingeleitet wird.

Die beiden Erkrankungen lassen sich von ihrem Schmerzcharakter unterscheiden:

  • Bei der Arthrose treten die Beschwerden morgens nach dem Aufstehen oder nach Ruhepausen und bei Belastungen auf. Bei nachfolgender Ruhe klingen die Beschwerden wieder ab.
  • Bei Arthritis hingegen leiden die Betroffenen unter ständigen Schmerzen. Diese treten auch bei Ruhe auf. Das betroffene Gelenk ist überwärmt und die Entzündungswerte sind erhöht.

Hinweis: bei weit fortgeschrittener Arthrose können auch Ruheschmerzen auftreten.

 

Knorpelschaden und Arthrose - eine begriffliche Abgrenzung

Die Feststellung eines Knorpelschadens an sich hat mit einer Arthrose nur bedingt zu tun. Wesentlich ist, welche Ursache dem Schaden zugrunde liegt und welcher Schadensgrad erreicht ist. Ist der festgestellte Knorpelschaden definitiv auf eine kürzlich erlittene Verletzung, z.B. einem schweren Ski-Unfall mit tiefer Knorpelschädigung im Knie zurückzuführen - ist das per Definition keine Arthrose - also kein Abnutzungsprozess des Knorpels. Eine Arthrose liegt dann vor, wenn der verschleissbedingte Knorpelschaden soweit fortgeschritten ist dass er auf weitere Gelenkstrukturen übergegriffen hat und sich z.B. erste Veränderungen an dem unter dem Knorpel liegenden Knochen zeigen.

 

 

Grundsätzlich kann von der Arthrose jedes Gelenk befallen werden. Häufig betroffen sind die gewichtstragenden Gelenkewie das Kniegelenk, das Hüftgelenk und das Sprunggelenk, die einer starken mechanischen Belastung ausgesetzt sind. Aber auch andere Körperbereiche wie Wirbelsäule und Fingergelenke sind häufiger betroffen. Ist nur ein Gelenk betroffen, wird dies medizinisch als lokalisierte Arthrose bezeichnet, sind mehrere Gelenke betroffen spricht man von einer generalisierten Arthrose.

 



 

Die Arthrose ist nach heutigem Wissenstand und nach vielen Erfahrungsberichten im Forum keine heilbare Erkrankung. Die Entwicklung der Arthrose lässt sich in Einzelfällen verlangsamen, die Beschwerden lassen sich teilweise erheblich mildern, der einmal zerstörte Knorpel wächst jedoch nicht mehr nach.

 

 

Kategorien von Knorpelschäden

Knorpelschäden sind in vier Schadensgrade aufgeteilt. Von römisch I bis IV, hier sind die Merkmale :

  • Knorpelschäden I. Grades : weiche Knorpeloberfläche, noch keine Schädigung der Knorpeloberflächenschicht.
  • Knorpelschäden II. Grades : Leichte Schäden in der Knorpelzellstruktur, aufgerauhte Oberfläche.
  • Knorpelschäden III. Grades : Kennzeichen : Knorpelbrüche. Schädigung der Knorpelflächen, tiefe Knorpelbrüche mit bloßem Auge erkennbar, je nach Aussehen spricht man von "Frotteeknorpel", "Knorpelschäden vom Kratertyp", etc. Gemeinsam ist allen diesen Knorpelschäden, daß diese nicht bis auf den darunterliegenden Knochen reichen.
  • Knorpelschäden IV. Grades - Kennzeichen : Knorpelzerstörung mit freiliegendem Knochen. Schwere Gelenkschädigungen, bei denen es zu einer völligen Zerstörung der Knorpelschicht mit freiliegendem Knochen gekommen ist. Man unterscheidet umschriebene, begrenzte Defekte, mit mehr oder weniger gesundem Knorpel um den betroffenen Bezirk herum und flächige Defekte mit Aufbrauch grosser Teile der Gelenkfläche.

 

Die Arthrose kann vielfältige Ursachen haben, die Folge ist eine fortschreitende Veränderung des Knorpelgewebes. Das Knorpelgewebe dämpft Schläge ab und sorgt für reibungsarme Gelenkbewegungen. Bei einer Arthrose ist dieses Knorpelgewebe beschädigt, und die Oberfläche wird zunehmend rauer. Das abgenutzte Knorpelgewebe regeneriert sich nicht. Die durch Bewegungen ausgelösten Schläge werden dann nicht mehr abgefedert, und mit der Zeit verlieren die Knochenenden ihre Glattheit. Es kann dann zu Gelenkverformungen (Osteophyten) und Gelenkfehlstellungen kommen. Sehnen und Muskeln werden u.U. falsch belastet, was Schmerzen, Steifigkeit und eine verminderte Beweglichkeit zur Folge hat. Eine Schonhaltung kann dazu führen, dass entferntere Körperbereiche wie z.B. die Wirbelsäule von den Beschwerden mit betroffen werden. Zusätzlich kann es auch zu Entzündungsschüben kommen. Man spricht dann von einer aktivierten Arthrose.

Ausgehend von dem eigentlichen Knorpelschaden können von der Arthrose folgende Bereiche mit betroffen sein :

  • der Gelenkknorpel selbst
  • Knochenbereiche unter dem geschädigten Knorpel
  • die Bänder an dem Gelenk
  • die Gelenkkapsel
  • die Synovialmembran
  • die Muskulatur im Gelenkbereich

 

Polyarthrose und Monarthrose

Die Begriffe Polyarthrose und Monarthrose sind keine Krankheit an sich. Vielmehr beschreiben diese Begriffe wie die Arthrose auftritt. Die Polyarthrose an 'poly', vielen Gelenken - die Monoarthrose an 'mono' einem Gelenk.

 

 

 

Arthrose Ursachen

Es gibt eine Vielzahl von Gesundheitsstörungen, die im Laufe der Zeit zu einer Arthrose führen können. Fatal wirkt sich dabei aus, dass sich Knorpelzellen - nach heutigem Wissensstand - kaum regenerieren und schon kleine Verletzungen auf lange Sicht grosse Schäden anrichten können. Es sind etwa 30 Arthroseursachen bzw. zur Arthrose führende Grunderkrankungen bekannt.

Neben der Veranlagung (Prädisposition) eine Arthrose zu entwickeln, gibt es eine andere Gruppe von Ursachen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu eine Arthrose führen werden (Präarthrosen). Ist erst einmal ein grösserer Knorpelschaden entstanden, kann die weitere Gelenkzerstörung von sich aus fortschreiten.

Die individuellen Risikofaktoren können viele Jahre später zur Arthrose führen. Eine unbemerkt gebliebene Knorpelverletzung im Knie aus der Kindheit in Kombination mit Übergewicht im mittleren Alter können da schon ausreichen. Betreibt man dann noch von Zeit zu Zeit und damit weitgehend untrainiert eine Stop-and-Go-Sportart mit starken Stössen auf das Knie wie z.B. Tennis, kann das den Arthroseprozess stark beschleunigen.

In der Übersicht haben wir drei Klassen von Ursachen bzw. Faktoren für eine fortschreitende Gelenkzerstörung:

  • Ursachen, die an sich schon in der Lage sind, die Entwicklung einer Arthrose in Gang zu setzen
  • Risikofaktoren, die die Entwicklung einer Arthrose begünstigen
  • ab Erreichen eines bestimmten Schadensgrades eine selbst voran schreitende Gelenkzerstörung aufgrund von Vorschäden

Die Details werden unter dem Punkt Arthroseursachen behandelt.

 

Risikofaktoren der Arthrose

 

Risikofaktorensind Verhaltensweisen oder Gegebenheiten, die das Entstehen einer Arthrose begünstigen. Zu den Risikofaktoren der Arthrose gehören u.a. :

  • Alter
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • untrainierter Muskelapparat mit schlechter Gelenkführung und schlechter Gelenkstabilität
  • Ungleichgewicht von Muskelgruppen um das Gelenk ( Muskuläre Dysbalance)
  • beruflich Überlastung der Gelenke (Bergbau, Werften, Landwirtschaft)
  • sportliche Überlastung (z.B. Fussball)
  • Präarthrotische Zustände
    • vorangegangene entzündliche Gelenkerkrankung
    • Gelenkknorpelverkalkung
    • Gelenkverletzung
    • angeborene Gelenkmissbildungen (z.B. zu gering ausgebildetes Pfannendach am Hüftgelenk)
    • Gelenkfehlstellungen (X- bzw. O-Beine)

Andere Grunderkrankungen, die mit der Arthrose selbst nichts zu tun haben - können sich auf die Entwicklung der Arthrose-Krankheit negativ auswirken


Viele der Risikofaktoren lassen sich postiv beeinflussen, wenn rechtzeitig entsprechende Massnahmen eingeleitet werden. Die Entwicklung einer Arthrose kann so zumindest verlangsamt werden.

 

 

Die Formen der Arthrose
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Die hier aufgeführten Arthroseformen gehen auf Erfahrungsberichte, Beiträge in den Foren und Visitenkarten der Forumsmitglieder zurück. In den Einzeldarstellungen sind Mitgliedersuchfunktionen integriert, zur Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Betroffenen im Forum.

 

 

 

Diagnostik
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Grundlage der weiterführenden Therapien ist eine klare Feststellung der Erkrankung. Dazu gehört auch der Auschluss von Krankheitsformen mit ähnlichen Symptomen - der Mediziner spricht dabei von einer Differenzialdiagnose. Um die Diagnose stellen zu können, hat die Medizin verschiedene diagnostischeMethoden entwickelt. Bezogen auf die Arthrose haben die Methoden folgende Bedeutung :

Anamnese
Ein erfahrener Arzt kann mit der Anamnese, also der Vorgeschichte der Erkrankung, schon entscheidenden Informationen zur Diagnose zusammentragen : Fussballer, starke O-Beine, Kreuzbandriss, danach jahrelang Beschwerden, ...

Röntgen
Bei der Röntgenuntersuchung ist insbesondere der Gelenkspalt von grossem Interesse, weil über ihn Anhaltspunkte zur aktuellen Stärke des Gelenkknorpels abgeleitet werden können. Ein Hinweis auf eine bereits forgeschrittene Arthrose mit Knochenschädigung liefert ds Vorhandensein von Geröllzysten.

Blutuntersuchungen
Um die Arthrose von anderen Erkrankungen wie entzündlichem Rheuma oder Gelenkinfektionen unterscheiden zu können, kann eine Blutuntersuchung herangezogen werden. Auf eine Entzündung kann z.B. eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit hinweisen, Hämochromatose mit erhöhten Eisenwerten, Gicht mit erhöhten Harnsäurespiegeln, etc. Der Rheumafaktor kann (muss nicht) bei der rheumatoiden Arthritis erhöht sein.

Szintigraphie
Die Szintigrafie ist ein Verfahren, um Entzündungen im Körper aufzuspüren.

Gelenkpunktion
Bei der Punktion wird mit einer Punktionsnadel Gelenkflüssigkeit aus dem Gelenk entnommen. Da sich bei Entzündungen Gelenkflüssigkeit mit veränderter Stoffzusammensetzung entwickelt, kann die gewonnene Gelenkflüssigkeit im Labor mikroskopisch und biochemisch weiter untersucht werden. Auf diese weise können zum Beispiel Bakterien nachgewiesen werden.

Arthroskopie
Mit der Arthroskopie blickt der Mediziner direkt in das Gelenk und kann sich für die Diagnose so direkt ein Bild machen.

Genereller Überblick über diagnostische Verfahren
Die einzelnen Methoden werden bei jedem Begriff im Detail erklärt.

Weitere diagnostische Methoden sind:

Abgrenzung
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Abgrenzung der Arthrose zu anderen rheumatischen Erkrankungen

Die Arthrose gehört zu den degenerativen, abnutzungsbedingten Gelenkerkrankungen. Sie wird vom entzündlichen Rheuma strikt unterschieden. Bei letzterem, z.B. rheumatoide Arthritis, handelt es sich um überstarke Immunreaktionen. Die zahlreichen Erkrankungsformen, man fasst diese auch unter dem Begriff rheumatischer Formenkreis zusammen, lassen sich je nach Ursache in vier große Hauptgruppen unterteilen:

  1. Degenerativ-rheumatische Erkrankungen, z.B. Arthrose. Hier kommt es durch Abnutzung zu Verschleißerscheinungen an den Gelenken, diese schwellen an und schmerzen und werden im weiteren Verlauf in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt.
  2. Entzündliche Rheumaformen wie z.B. rheumatisches Fieber oder chronische Arthritis. Beide Erkrankungen sind Autoimmunerkrankungen, es kommt zu Entzündungen der Gelenke mit Schmerzen, Schwellungen und Steifheit.
  3. Stoffwechselerkrankungen, die mit rheumatischen Beschwerden einher gehen. Beispiel : Gicht.
  4. Der Weichteilrheumatismus, bei dem Muskeln, Bänder, Sehnen und Schleimbeutel schmerzhaft verändert sind, z.B. Fibromyalgie.

Ein exakte Diagnose der Erkrankung ist Voraussetzung für die richtige Therapie.

Arthrose
Schmerzen
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Arthrose-Schmerzen entstehen durch Reizungen der Nervenenden in der Gelenkkapsel aufgrund von Entzündungen, Schwellungen und Druck, im fortgeschrittenen Stadium der Arthrose durch die Gewebezerstörung in der Umgebung des Gelenks bis zum Knochen (Knochenhaut) und durch mechanische Reizungen (Osteophyten). Durch die Schonhaltungkönnen die Schmerzen über das Gelenk und die angrenzenden Knochen hinaus durch verspannte Muskeln und überlastete Sehnen auch entferntere Bereiche betreffen.

Grundsätzlich unterscheidet man die Arthroseschmerzen in folgende typische Schmerzformen :

Anlaufschmerzen
Unter Anlaufschmerzen versteht man die Schmerzen, die am Beginn einer körperlichen Tätigkeit auftreten, und nach kurzer Zeit der Bewegung wieder nachlassen.

Belastungsschmerzen
Unter Belastungsschmerzen versteht man die Schmerzen, die bei Belastung des Gelenks auftreten.

Ruheschmerzen
Unter Ruheschmerzen versteht man die Schmerzen, die ohne Belastung des Gelenks, z.B. nachts auftreten.

Wetterfühligkeit
Unter dem Begriff Wetterfühligkeit versteht man die Beeinflussbarkeit des Allgemeinbefindens, der Stimmung und Leistungsfähigkeit durch Witterungserscheinungen. Bei einer Arthrose können verstärkte Gelenkbeschwerden insbesondere bei Wetterumschwüngen zu nasskalten Tagen auftreten.

 

Die Arthrose als Ursache chronischer Schmerzen
Als Ursache für chronische Schmerzen nimmt die Arthrose bei weitem den ersten Platz vor anderen Erkrankungen ein. Quelle : Studie Pain in Europe - hier die Ergebnisse - Schmerzursachen von chronischen Schmerzen in % :

  • Arthrose 34 %
  • Bandscheibenvorfall 15 %
  • Traumata 12 %
  • rheumatoide Arthritis 8 %
  • Migräne/Kopfschmerzen 7 %
  • Schädigung der Wirbelsäule 6 %
  • Nervenschädigung 4 %
  • Knorpelschädigung 4 %
  • Schleudertrauma 4 %
  • Operation 3 %

Als Teufelskreis bei Arthrose bezeichnet man dabei das Schmerzverhalten von Betroffenen durch eine Schonhaltung aufgrund der Schmerzen, das Gelenk falsch zu belasten und oft durch wenig Bewegung zu schonen. Wenig Bewegung heisst schlechte Knorpelernährung, Gewichtszunahme und damit bei vielen Arthroseformen wieder noch höhere Gelenkbelastung, noch grössere Schmerzen und hier schliesst sich der Teufelskreis, noch weniger Bewegung, noch grössere Schonhaltung.

 

Die Folgen der Arthrose

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Die Folgen des arthrotischen Prozesses

Der arthrotische Prozess ist ein sehr komplexes System vieler verschiedener Ursachenzusammenhänge, die sich wechselseitig beeinflussen können. Die Arthrose wird deshalb auch als multifaktorielle Krankheit bezeichnet. Soszusagen eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Die Krankheit ist deshalb auch von der Wissenschaft noch nicht wirklich verstanden.

Dennoch lassen sich die Folgen der Erkrankung beschreiben.

Folgen auf die Gelenkinnenhaut

  • Entzündungen durch den Knorpelabrieb
  • durch Abwehrreaktionen werden körpereigene Substanzen freigesetzt, die zu Entzündungen und Schwellungen der Gelenkschleimhaut führen. Dies behindert zusätzlich die ausreichende Knorpelernährung.

Folgen für den Gelenkknorpel

  • Abrieb bis zum vollständigen Verlust
  • im weiteren Verlauf bis zur Knochenglatze

Folgen für die gelenkbildenden Knochen

  • aufgrund des verloren gegangenen Knorpels kommt es im fortgeschrittenen Stadium zur Knochenglatze. Knochen reibt auf Knochen
  • reibende Geräusche aus dem Gelenk (Krepitationen)
  • wegen der nun fehlenenden dämpfenden Wirkung des Knorpels verdickt sich der Knochen im geschädigten Bereich
  • Bildung von Zysten im Knochengewebe unter den besonders belasteten Stellen
  • am Gelenkrand bilden sich Knochenzacken, sogenannte Osteophyten
  • die Beweglichkeit wird weiter eingeschränkt

Folgen der Arthrose auf Muskeln

  • Schwächung der Muskelkraft
  • Verhärtungen
  • Verkürzungen
  • Verdickungen
  • muskuläre Dysbalancen
  • daraus folgt eine schlechtere Versorgung des Muskels selbst

Folgen für die Betroffene

  • Schmerzen
  • Bewegungseinschränkungen
  • im Verlauf zunehmende Verformung des Gelenks
  • Gelenkgeräusche
  • zunehmende Gebrauchsunfähigkeit des Gelenks bis zur Einsteifung
  • Der arthrotische Prozess ist anfangs häufig symtomlos, schleichend, kann aber im weiteren Verlauf auch sehr schnell voranschreiten.

 

Vorbeugung

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Vorbeugung , Eigenverantwortung und Lebensführung bei Arthrose

Eine Vorbeugung gegen Arthrose hängt von den einzelnen Arthroseformen ab und ist nur sehr bedingt möglich. Insbesondere müssen die beeinflußbaren Risikofaktoren beachtet werden :

  • Verhütung von Gelenkverletzungen
  • Vermeidung von Übergewicht
  • Verminderung von berufsbedingter Überlastungen der Gelenke
  • Behandlung der Präarthrosen (Vorstufen von Gelenkschäden)
  • operative Behandlung einer beginnenden Arthrose (z.B. operative Achskorrekturen)
  • Behandlung von Stoffwechselstörungen z.B. Hämochromatose
  • verbesserte Knorpelernährung durch ausreichende körperliche Betätigung, die Gelenke bewegen ohne sie zu belasten
  • Einflussnahme auf den Knorpelaufbau und Knorpelernährung durch Zufuhr entsprechender Nährstoffe über Nahrungsergänzungsmittel (umstritten).
  • Einflussnahme auf den Knorpelaufbau und Knorpelernährung durch die tägliche Ernährung ganz generell (umstritten).
  • Prävention bei Neugeborenen und Kleinkindern
    • eine Untersuchung auf eine Hüftdysplasie sollte so früh wie möglich in den ersten Lebenstagen und -wochen erfolgen
    • Wird die Hüftdysplasie in der frühesten Lebensphase behandelt sind die Chancen auf Verhinderung einer Arthrose am Besten
    • Die Diagnose erfolgt als Ultraschall-Untersuchung

Wenn die Arthrose da ist - den weiteren Fortschritt verhindern

Ist ein Knorpelschaden bereits aufgetreten, ist es wichtig, durch geeignete Massnahmen das Fortschreiten der Arthrose zu verhindern oder wenigstens zu verlangsamen.

Weitere Informationen in der separaten Darstellung unter Vorbeugung , Eigenverantwortung und Lebensführung bei Arthrose.

 

Sanfte Mittel bei Arthrose

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Es gibt eine ganze Reihe einfacher und doch häufig recht wirksamer Methoden, die von Betroffenen im Deutschen Arthrose Forum immer wieder geschildert werden und die wir hier zusammentragen haben. Dies beginnt bei alten Hausmittel gegen Gelenkschmerzen und zur Behandlung geschwollener Gelenke bis zu langfristigen krankheitsbegleitenenden Einahme von Nahrungsergänzungsmittel. Allen gemeinsam ist, dass die Wirkung individuell sehr unterschiedlich sein kann.

Jeder Mensch ist anders und im Zweifelsfall hilft nur ausprobieren :

  • Umschläge und Wickel aus dem Bereich der Hausmittel
  • Nahrungsergänzungsmittel sind Nahrungsmittel. Deshalb werden sie in der Werbung häufig sehr phantasiereich beworben. Dazu zählen :

Wir behandelt das Thema detailliert unter Sanfte Mittel bei Arthrose.

 

Schmerz-
Therapie
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Die Behandlung der Arthroseschmerzen im Rahmen einer gezielten Schmerztherapie ist von grundlegender Bedeutung und macht als Basistherapie den Beginn vieler andere Therapieformen z.B. aus dem Bereich der Bewegungstherapie erst sinnvoll möglich.

Der Verzicht auf eine angemessene Schmerztherapie kann in einer Verkettung von Folgewirkungen folgende Nachteile bewirken :

  • weitere Schonhaltung des Gelenkbereichs
  • Fehlbelastung anderer Gelenke
  • weiter reduzierte Bewegung
  • Gewichtszunahme
  • schlechtere Knorpelernährung
  • weitere Gelenkentzündungen
  • beschleunigter Knorpelverschleiss
  • noch weiter verstärkte Schmerzen

Hier ist eine Übersicht über einzelnen Therapieformen ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die Begriffe verweisen auf die detaillierten Einzeldarstellungen.

Weniger Schmerz ermöglicht mehr Bewegungsfreiheit

Die Schmerztherapie bei der Arthrose ist deshalb von so grosser Bedeutung, weil sie das Durchbewegen des betroffenen Gelenks mit all den damit verbundenen positiven Effekten trotz der Arthrosebeschwerden wesentlich unterstützt. Die positiven Effekte auf das Gelenk sind u.a. : die Knorpelernährung, der Abtransport ungünstiger Stoffwechselprodukte aus dem Gelenk und die Schmierung des Gelenks durch die Synovialflüssigkeit.

 

Therapien
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Es gibt verschiedene Ansätze Arthrose-Therapien zu strukturieren. Wir unterteilen aus Sicht der Betroffenen in folgende Bereiche :
  • Akut-Therapie
    • entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente
    • Bekämpfung der akuten Entzündung
    • Beseitigung muskulärer Verspannungen
  • Präventive Therapie (bei Präarthrosengegen den Ausbruch der Krankheit)
    • Beseitigung von Gelenkfehlstellungen
  • Sekundär-präventive Therapie (um den Fortschritt der Krankheit zu verlangsamen oder zu verhindern)
    • Operative Gelenkumstellung auf den noch intakten Knorpelanteil im Gelenk (z.B. bei O- und X-Beinen)
  • Gelenkersetzende Therapie-Formen
    • Teilersatz von Knorpelflächen (z.B. Hüftkappenprothese)
    • Ersatz von Gelenkteilen
    • Vollständiger Ersatz eines Gelenks durch eine Prothese

Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über einen Teil der in unseren Diskussionsforen 'gesammelten' Therapien :

Die meisten Arthrose-Therapien wirken nicht ursächlich gegen den Knorpelschaden, sondern bewirken lediglich eine Symptomlinderung.

Sensationelle Therapie-Erfolge
Werbe-Schlagzeilen wie 'Arthrose endlich heilbar' liest man immer wieder. Häufig wird eine längerfristige Behandlung als Bedingung für die sogenannte Heilung vorausgesetzt. Während dieser Zeit kann die Arthrose tatsächlich abklingen - aber nicht zwangsläufig wegen dieser Therapie. Mit dem nächsten Arthrose-Schub folgt dann die Enttäuschung. Denn bei den meisten Betroffenen verläuft die Arthrose in Schüben, wellenförmig und klingt nach und nach wieder von alleine ab. Viele wissenschaftlich umstrittene Arthrose-Therapien reklamieren gerade dieses Abklingen als Erfolg für sich - obwohl es sowieso der normale wellenförmige Verlauf gewesen wäre.

Sport
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Sport und Bewegungstherapie mit Arthrose
Auch wenn man schon an Arthrose erkrankt ist, hat Sport und Bewegung in vielerlei Hinsicht einen heilenden und regenerativen Einfluss. Wichtig ist dabei die richtige Sportart zu finden, die zur eigenen gesundheitlichen Situation genau passt. Der Grundsatz heißt : Viel bewegen ohne viel zu belasten. Fließende Bewegungen ohne Krafteinsatz, die gleichmäßig das Gelenk durchbewegen sind ideal.

Arthrose ist nicht gleich Arthrose.
Wenn man sich über die Ziele (s.o.) die man verfolgt, im Klaren ist, beginnt nun die Suche nach einer geeigneten Sportart. Hierzu ist die Ausgangslage wichtig :

  • welche Gelenke sind betroffen
  • welche Ursachen liegen der Arthrose zugrunde
  • welchen Schadensgrad hat die Arthrose
  • wie ist die aktuelle Schmerzbelastung

Wann mit dem Arzt abstimmen?
Grundsätzlich ist es immer eine gute Idee, die Wunsch-Sportart mit dem Arzt abzusprechen, bei Risiko-Sportarten (s.u.) ist es ein Muss. Bei Arthrose-Betroffenen, deren Krankheitsursache z.B. in einer Dysplasie liegt und die falsche Sportart u.U. Folgeschäden verursachen kann, muss das Thema ebenfalls beim Arzt angesprochen werden.

Sport trotz Schmerzen?
Um Spass an der Bewegung zu haben - und das ist mit eine Grundlage für eine regelmässige Ausübung - sollte man wenn möglich weitehend schmerzfrei sein. Medikamente helfen hierbei. Welche das sein sollen und wo man sich dennoch die individuelle Schmerzgrenze setzen sollte, muss mit dem Arzt abgesprochen werden.

Geeignete Sportarten

Grundsätzlich sind Bewegungsformen geeignet, die betroffene Gelenke ohne Belastung durchbewegen:

  • Walking
  • Nordic Walking
  • Radfahren
  • Fahrrad-Ergometer
  • Wandern, auf der Ebene
  • Schwimmen, in einer Kombination aus Brust-Stil mit den Armen und Kraul-Stil mit den Beinen
  • Wassergymnastik , Aqua-Fitness (verschiedene Fitness-Übungen im Wasser)
  • Aqua-Jogging
  • Aqua-Biking ( mit speziellem Stand-Fahrrad im Wasser )
  • Aqua-Stepping ( mit speziellem Stand-Stepper im Wasser )
  • Ausgleichsgymnastik , Gymnastik (für die jeweilige Form von Arthrose angepasst, z.B. Fussgymnastik)
  • Ski-Langlauf auf der Ebene

Ein auf die eigenen Möglichkeiten abgestimmtes Bewegungsprogramm bei Arthrose sollte grundsätzlich immer miterwogen werden. Damit verbunden sollten auch andere Lebensgewohnheiten überprüft werden. In Verbindung mit einer Umstellung oder dem Verzicht auf allgemein schädliche Verhaltenweisen, insbesondere dem Rauchen und dafür einer gesunden Ernährungsumstellung - ist das ein guter Ansatz. Die Arthrose muss nicht zwangsläufig voranschreiten, insbesondere dann nicht, wenn es gelingt durch eine Gewichtsreduktion die mechanische Gelenkbelastung zu reduzieren und durch ausreichende Bewegung den Gelenkknorpel zu ernähren. Die persönlich 'richtige' Bewegungstherapie kann so andere Therapiemassnahmen ergänzen und unterstützen.

 

Es muss nicht immer heftiger Sport sein!

Viele unserer Selbsthilfegruppen gehen Wandern oder wie hier im Bild die SHG Pforzheim in den Barfußpark. Bewegung ist eine optimale Unterstützung für den Kreislauf und beim Abnehmen. Wer in diese Richtung aktiv werden will sollte sich in einer unserer regionalen Selbsthilfegruppen engagieren. Wir brauchen Menschen die etwas bewegen wollen!

Wenn wir selbst nicht aktiv werden - wer dann ?

Berufsgruppen im Arthrose Umfeld
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Welche medizinischen Berufe sind im Arthrose-Umfeld tätig?

Dies sind u.a. :

  • Orthopäde
  • Allgemeinmediziner bzw. praktischer Arzt
  • Rheumatologe
  • Krankengymnast
  • Ergotherapeut
  • Masseur
  • medizinischer Bademeister
  • Orthopädietechniker
  • Orthopädieschuhtechniker

Anmerkungen
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Anmerkung [1] zu Datenerhebungen :
Unsere Datenerhebungen können aus verschiedenen Gründen keine repräsentative Stichprobe der Gesamtheit der Arthrosekranken darstellen. Die wesentlichsten Einschränkungen sind :
  1. die im Internet aktiven Arthrose-Kranken sind kein repräsentativer Querschnitt der Arthrose-kranken Bevölkerung - insbesondere nicht was die Altersverteilung angeht. Es handelt sich also um eine verzerrte Stichprobe.
  2. Tendenziell werden Arthrose-Kranke und TEP-Träger ohne aktuelle Beschwerden weniger Anlass haben, ein Forum wie dieses aufzusuchen als solche, die akute Probleme haben. Annahme : Die Wahrscheinlichkeit in der Stichprobe auf akute Beschwerdenträger zu stossen ist höher, als im Durchschnitt der Arthrose-kranken Bevölkerung.
  3. Im Forum gilt der Grundsatz der Anonymität, wir unterstützen ausdrücklich die Anonymität und den Datenschutz der Mitglieder. Aus diesem Grund liegen von vielen Mitgliedern keine Informationen vor.

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Wann zum Arzt ?
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Im Zweifelsfalle sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Gerade länger andauernde Gelenkschmerzen müssen behandelt werden. Wenn man einmal kurzzeitig sein Gelenk überbeansprucht hat und die Schmerzen danach bald wieder weg sind und auch nicht wiederkommen, erübrigt sich ein Arztbesuch, denn das sind ganz normale Reaktionen des Körpers. Wenn der Schmerz jedoch häufiger auftritt und auch mehrere Gelenke betroffen sind und auch noch länger anhält sollte man den Arzt aufsuchen.

Prognose
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Das Fortschreiten einer Arthrose hängt wesentlich von der einzelnen Arthroseform und deren Ursache ab. Ist einmal der Schaden weit fortgeschritten wird sich - aller Erfahrung nach - der Verschleiss eher beschleunigen. Dies gilt insbesondere für die gewichtstragenden Gelenke.

Stand heute gibt es keine Therapieform, die fortgeschrittene Schäden am Knorpel und Verformungen an den gelenkbildenden Knochen rückgängig machen kann.

Deshalb sind die Behandlungsformen der Arthrose darauf ausgerichtet, ein schnelleres Fortschreiten der Krankheit zu verhindern und die Symptome zu lindern. Trotz der eher ungünstigen Prognose der zu erwartenedne Krankheitsentwicklung sollte jeder Betroffene seine individuellen Möglichkeiten optimieren und selbst aktiv werden.

Eigenverantwortung
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Eine Erkrankung mit so vielen unterschiedlichen Ursachen, von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich empfundenen Beschwerden, der unterschiedlichen Geschwindigkeit des Fortschreitens der Erkrankung und vor allem von nicht revidierbaren Therapie-Entscheidungen, wenn sie erst durchgeführt wurden (z.B.Prothesen), verlangen von den Betroffenen ein hohes Mass an Eigenverantwortung. Es sind häufig Lebensentscheidungen ob ein Gelenk versteift werden soll oder eine Prothese eingesetzt wird, die einem der beste Arzt nicht abnehmen kann.

Was jeder selbst tun kann sind:

  • Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit
  • Ausdauertraining
  • Kreislaufanregung
  • Entspannungstechniken

Umfassende und neutrale Informationsquellen und ein Netzwerk von zehntausenden von Betroffenen mit eben diesen Therapie-Erfahrungen sind eine gute Voraussetzung für diese Entscheidungen. Entscheiden muss es dann letztendlich jede(r) für sich allein.

Weitere Informationen zum Thema Eigenverantwortung befinden sich auch hier.

 

 

 

 

H. QUELLENVERZEICHNIS

G. DOKUMENTEN-HISTORIE

 

 

 

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