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Der Fuchskacke-Alarmschrei ist eine Erziehungsmethode, die über die aktuellen Hundererziehungsansätze weit hinaus geht. Während heute von allen guten Hundetrainern die positive Verstärkung als grundlegende Erziehungsmethode angewandt wird, hat der Fuchskacke-Alarmschrei damit nichts zu tun. Auch nichts mit positiver oder negativer Bestrafung. Der Fuchskacke-Alarmschrei ist eher die Methode: vom Rudelführer lernen und erkennen, was irrsinnig gefährlich sein muss. Der Fuchskacke-Alarmschrei wirkt dabei nur indirekt, weil der Hund nur zusieht wie Frauchen oder Herrchen grimmig, mutig, wild entschlossen und extrem lautstark den Feind, also symbolisch die Fuchskacke niederkämpfen. Der Hund nimmt dabei nur eine passive Beobachterrolle ein, während der Rudelführer als Exorzist den Kampf gegen die Inkarnation des Bösen, also die teuflische Fuchskacke zum Schutz des Rudels aufnimmt.

 

DOKUMENTATION :  Fuchskacke-Alarmschrei

Eine Anleitung für eine gelungene Reality-Show zur Anwendung bei sehr speziellen und schwierigsten Erziehungsproblemen beim Hund.

Bei hartnäckigen Verhaltensproblemen wie Kot zu fressen, in verwesendem Aas wälzen, nach Giftinsekten schnappen, etc. kann der Fuchskacke-Alarmschrei ein sehr brauchbares Mittel sein, beim Hund doch noch eine Verhaltensänderung zu erreichen - bevor etwas Schlimmes passiert - zum Beispiel ein tödlicher Wespenstich in den Hals. Dabei ist die Methode völlig gewaltfrei, verzichtet auf jegliche Art von Bestrafung und versetzt den Hund lediglich in die Rolle des passiven Beobachters, der den Rudelführer dabei beobachtet, wie er etwas anscheinend furchtbar Bedrohliches niederkämpft.

 

Wichtig! Die Fuchskacke-Alarmschrei-Prozedur und das Giftköder-Präventions-Training sind zweierlei Dinge. Mit dem 'Fuchskacke-Alarmschrei' wird dem Hund beigebracht, sich zum Beispiel einer Giftschlange erst gar nicht zu nähern. Weil er gelernt hat, dass das etwas ganz besonders Gefährliches ist. Einmal Nase an Nase geschnuppert - kann für einen kleinen Hund schnell den Tod bedeuten. Wenn der Hund im Wald oder am Wiesenrand läuft nimmt er Dinge wahr, die der Halter selbst gar nicht sehen kann. Dann hilft das perfekt antrainierte 'LASS ES' aus dem Ant-Giftköder-Training nicht weiter, denn der Hundehalter kann die Lebensgefahr in der sich sein Hund gerade befindet ja gar nicht erkennen. Der Hund muss nun selbst entscheiden - NICHT an der Kreuzotter zu knabbern - ohne ein Signal dafür zu erhalten. Weitere Details zur Abgrenzung siehe auch -> Giftkoeder-Prävention.

 

Abbildung: Fuchskacke-Alarmschrei

Fuchskacke-Alarmschrei

Sie dürfen dieses Bild mit Quellenangabe gerne auf ihrer Vereinsseite oder Homepage verwenden.

 

 

WARNHINWEIS

  • wenn Sie von Polizeibeamten oder Mitarbeitern von kommunalen Ordnungsbehörden bei der Ausübung des Fuchskackealarmschrei's beobachtet werden, haben Sie danach möglicherweise ein Problem
  • erklären Sie, dass der Fuchskacke-Alarmschrei ein harmloses Erziehungsmittel für Hunde ist
  • verweisen Sie im Zweifelsfall auf diese Seite hier ( www.ERSTE-HILFE-BEIM-HUND.de / Fuchskacke-Alarmschrei )
  • erklären Sie, dass die extreme Lautstärke, wilde Gestikulation und abstruse Bewegungen nicht gegen den Hund oder eine Person - und auch nicht gegen Sie selbst gerichtet sind
  • erklären Sie, dass der Hund dabei in keiner Weise einen Schaden nimmt: der Hund nimmt nur als Zuschauer der Show teil
  • falls Sie in Gewahrsam genommen werden, sprechen Sie niemals davon, innere Stimmen zu hören

 

Die Anwendung dieser Dokumentation erfolgt auf eigene Gefahr. Wir schließen jegliche Haftung aus. Wir besuchen Sie auch nicht in der Anstalt !

 

 

Die Fuchskacke-Alarmschrei-Prozedur ist eine inszenierte Erziehungs-Show. Dabei ist wichtig: weder der Hund noch sonst jemand kommt zu Schaden. Es handelt sich um ein total abgekartetes Spiel, alles ist inszeniert. Nur unser Hund weiß nichts davon. Hauptdarsteller sind das bedrohlich Böse (Fuchskacke, Menschenkot, eine Jauchepfütze, Aas, eine Hornisse, Hummel, Giftschlange, etc.) und der Rudelführer (Frauchen oder Herrchen). Der Hund ist das Publikum.

A. AUSGANGSLAGE

  • es gibt Erziehungsprobleme beim Hund, für die nur schwer Lösungen zu finden sind
  • wie schafft man es auf große Distanz beim Freilauf, dass der Hund eben nicht die Chance nutzt, Kot zu fressen oder sich im [Aas zu wälzen]
  • wie bringt man einem stöbernden Hund bei, eben nicht mal an einer sich sonnenden Kreuzotter zu schnuppern
  • oder dass er sich sich in einem unbeobachteten Augenblick eben nicht über den Kadaver einer Ratte hermacht, die ja im schlimmsten Fall selbst vergiftet sein könnte, Details siehe Rattengift
  • der Fuchskacke-Alarmschrei bietet für solche sehr spezielle Situationen eine sehr spezielle Lösung an

 

FUCHSKACKE STEHT ALS SYMBOL ... FÜR - WIE SAG ICH'S MEINEM HUNDE ...

Fuchskacke steht symbolisch für einige lebensgefährliche Bedrohungen für den Hund. Das kann eine Hornisse sein, die er in der Luft schnappen und verschlucken will, siehe Insektenstich. Das kann Kot sein, den er aufnehmen will mit dem Übertragungsrisiko auf für Menschen gefährliche Krankheitserreger, wie z.B. Giardien. Bei Hunden die Aas fressen oder sich in [Aas wälzen] kann es ein verwesender Kadaver sein, der stark von Verwesungsgiften kontaminiert ist. In Schlangengebieten steht der Begriff Fuchskacke symbolisch für Giftschlangen, denn bei der übermäßigen Neugier des Hundes wird eine Kreuzotter durchaus die Nähe der schnuppernden Hundenase als Angriff auffassen und zur Verteidigung zubeißen ( siehe auch Giftschlangenbiss ).

 

B. HINTERGRUND-INFOS ZUM FUCHSKACKE-ALARMSCHREI

B.1 Fuchskacke-Alarmschrei - was ist das?

  • in der [Welpenerziehung] und bei der Therapie von Problemverhalten von erwachsenen Hunden gibt es Situationen, in denen die [[positive Verstärkung]], [Ignorieren von unerwünschtem Verhalten] und auch selbst [positive] oder [negative Strafen] nicht weiterhelfen
  • im Kern geht es um Situationen, in denen der Hund vollkommen auf sich allein gestellt ist - und bestenfalls instinktgeleitet - zum Beispiel beim Freilauf in Schlangengebieten eben nicht an einer Kreuzotter herumknabbert

 

B.2 Wann kann der Fuchskacke-Alarmschrei angewandt werden? Hier sind einige Situationen dargestellt:

  • bei Hunden, die leidenschaftlich gern Kot fressen ( siehe Kot fressen )
  • bei Hunden, die nach gefährlichen Stechinsekten wie Hornissen, Wespen, Hummeln, etc. schnappen (Details siehe Insektenstich)
  • zur Vermeidung von Giftköderaufnahmen, siehe auch Giftköder-Prävention
  • bei der dem Hund gar nicht bewussten lebensgefährlichen Bedrohung durch Giftschlangen, insbesondere bei uns Aspisviper und Kreuzotter, siehe auch Giftschlangenbiss
  • Fressen von Pferdeäpfeln, siehe [[Pferdeapfelvergiftung]], wenn ihr Hund einen [[MDR1-Gendefekt]] hat
  • Hunde, die sich in Kot wälzen und durch [[Schmierinfektionen]] [[Darmparasiten]] wie Giardien auch auf Menschen, insbesondere Kinder übertragen können
  • in [Aas wälzen], Aas fressen, Aufnahme von Leichengift - aber auch durch Gift verendete Kadaver ( siehe Rattengift )

 

Bitte beachten Sie: bei der Anwendung der Fuchskacke-Alarmschrei-Prozedur gegen die Bedrohung von Hornissen, Giftschlangen, etc. dürfen diese Tiere nicht geschädigt werden. Sie stehen unter strengem Naturschutz. Also nur symbolisch so tun, als würde man 'kämpfen'.

C. DIE VORBEREITUNG DES FUCHSKACKE-ALARMSCHREIS

  • prüfen Sie, ob jemand in der Nähe ist
  • besonders einem Nachbarn, Behördenvertreter oder Polizeibeamten wird ihr Verhalten kaum zu vermitteln sein
  • es kann dann besser sein, je nach ihrer Reputation - den Fuchskacke-Alarmschrei nicht gerade jetzt vor versammeltem Publikum durchzuführen, sondern flexibel auf später zu verschieben

 

Idealerweise haben Sie einen Hundetrainer oder eine andere Person mit dabei, die während der Prozedur unbeteiligten Dritten die Harmlosigkeit der Situation erklären kann. Verweisen Sie immer auf diesen Text hier. Aber wie bereits erwähnt: wir übernehmen keinerlei Verantwortung, wenn Sie mit den Behörden Probleme kriegen und wir werden Sie auch nicht in der Anstalt besuchen!

 

C.1 Erfolgsvoraussetzungen

  • der Hund darf bei dem Prozedere nur Beobachter sein
  • idealerweise führt der Rudelführer des Hundes (Frauchen/Herrchen) die Prozedur persönlich durch
  • sprechen Sie den Hund auf keinen Fall an - sonst merkt er den Betrug: nämlich dass es einzig und allein um ihn geht!
  • das Fuchskacke-Alarmschrei-Prozedere muss für den Hund am besten vollkommen überraschend sein
  • die Vorstellung muss absolut überzeugend und voller Energie erfolgen
  • die Botschaft ihres Schauspiels ist: die Fuchskacke ist der gefährlichste Feind der ganzen Welt - für unser Rudel und für dich, Du kleiner unwissender Hund! Also nimm Dich in Acht, wenn dir die Fuchskacke einmal alleine begegnen sollte!
  • wenn der Hund altersmäßig noch in der [[Sozialistionsphase]] ist, sind die Erfolgsaussichten am höchsten sein - aber auch alte Hunde sind lernfähig

 

C.2 Vorbereitung für spezielle Situationen

C.2.1 wenn der Hund nach Wespen, Hummeln, Bienen, Hornissen und ähnliche Giftinsekten schnappt

  • wenn ihr Hund nach Giftinsekten schnappt, droht schlimmstenfalls ein lebensgefährlicher Insektenstich in den Hals
  • suchen Sie für ihre Fuchskacke-Alarmschrei-Show ein totes Insekt - tote Hummeln und andere Insekten findet man oft vertrocknet am Straßenrand
  • ideal ist es, das spezielle Lieblingsschnapp-Objekt (z.B. eine Hummel) des Hundes zu finden
  • lassen Sie auf ihrer Gassitour das tote Insekt z.B. aus einer Streichholzschachtel irgendwo im Vorübergehen, z.B. an einem Waldweg fallen
  • alternativ: falls vorhanden platzieren Sie es in ihrem Garten an einem idealen Ort
  • der Hund darf von dieser Vorbereitung nichts bemerken
  • nach einiger Zeit auf der Gassitour oder im Garten - gehen Sie mit dem Hund an diese Stelle zurück
  • gehen Sie ruhig auf die Stelle zu
  • wenn der Hund das Insekt entdeckt hat, sofort den Fuchskacke-Alarmschrei (siehe unten Punkt D.) starten

 

C.2.2 Kotfressen

  • idealerweise sind Sie die Gassi-Strecke schon vorher abgegangen und wissen wo Kot liegt
  • wenn es sich erst situativ ergibt, dass der Hund etwas ganz neues findet, ist das auch ok
  • wenn der Hund den Kot entdeckt hat, beginnen Sie sofort mit dem Fuchskacke-Alarmschrei (siehe unten)

 

C.2.3 im Aas wälzen

  • idealerweise sind Sie die Strecke schon vorher abgegangen und wissen wo das Aas liegt
  • wenn es sich erst situativ ergibt, dass der Hund etwas ganz neues findet, ist das auch ok
  • wenn der Hund das Aas entdeckt hat, beginnen Sie sofort mit dem Fuchskacke-Alarmschrei (siehe unten)
  • falls sich der [Hund in Aas wälzt], gilt im Prinzip dasselbe

 

C.2.4 besondere Gefahrensituationen durch Kreuzottern und andere einheimische Giftschlangen, wie z.B. die Aspisviper

  • beim Aufstöbern und Beschnuffeln von Giftschlangen droht ein Giftschlangenbiss
  • Wichtig: Schlangen stehen unter ganz strengem Naturschutz, sie dürfen also durch den Fuchskacke-Alarmschrei in keinster Weise beeinträchtigt werden
  • deshalb sollte das Trainingsgelände außerhalb von Schutzgebieten liegen
  • beschaffen Sie sich eine einfache Schlangenattrappe aus dem Spielzeughandel
  • diese täuschend ähnlichen Schlangenattrappen gibt es als Scherzartikel aus Gummi für wenig Geld
  • vor dem Training 'verstecken' Sie oder ein Helfer (Hundetrainer) unbemerkt die Schlange irgendwo an einem Gebüschrand
  • wenn ihr Hund die Schlange entdeckt hat, beginnen Sie sofort mit dem Fuchskacke-Alarmschrei (siehe unten, Punkt D. AUSFÜHRUNG)
  • falls Sie bei Ihrer makabren Schlangenvorführung beobachtet werden, wie Sie die Gummischlange meucheln - haben Sie jetzt ein echtes Problem. Denn jeder Tierfreund wird ihre leblos dahin gemeuchelte Gummischlange selbst aus der Nähe für echt und nun für tot halten. Und Sie für einen veritablen Schlangenmörder.
  • Erklären Sie dem Beoboachter ausführlich die Situation. Es geht um Hundeerziehung. "Es ist nicht das, was Sie jetzt denken ..."

 

 

 



Sie dürfen dieses Bild gerne auf ihrer Vereinsseite oder Homepage verwenden.

 

 

D. AUSFÜHRUNG DES FUCHSKACKE-ALARMSCHREI'S: der größte Feind des Hunderudels - ist die: Fuchskacke!

D.1 Zur Erinnerung:

  • nichts und niemand darf Schaden nehmen
  • alles ist nur Show mit dem einzigen Zweck, den eigenen Hund indirekt zu beeindrucken
  • Sie als Rudelführer beschützen das Rudel, weil Sie ein so tolles Frauchen oder Herrchen sind

D.2 Geben Sie jetzt alles!

  • beginnen Sie mit einem vollkommen überraschenden, langgezogenen "UUUUUAAAAAAOOOOOOOOHHH" wie ein Löwe
  • dann nähern Sie sich der Fuchskacke und schimpfen lautstark was das Zeug hält: DU BÖSE FUCHSKACKE, HAB ICH DICH ENDLICH ERWISCHT !!!!
  • steigern Sie sich hinein, schimpfen Sie während des ganzen Prozedere voller Inbrunst immer weiter
  • beobachten Sie dabei ihren Hund nur aus dem Augenwinkeln
  • tun Sie so, als würden Sie mit dem Arm oder einem Ast vermeintlich auf die Fuchskacke einschlagen
  • gehen Sie nach einiger Zeit scheinbar weg - 5 oder 10 Schritte, um dann wieder ganz unvermittelt und um so mehr lautstark an die Stelle zurück zu rennen und wieder symbolisch darauf einzudreschen: BIST DU IMMER NOCH DA! DU BÖSE FUCHSKACKE!

 

D.3 Erfolgskontrolle

  • prüfen Sie nur (!) aus den Augenwinkeln, ob ihr Hund ihrem Ausflippen gefolgt ist
  • wenn ja, hören Sie nach einiger Zeit mit dem furiosen Schauspiel auf
  • den Hund aber nicht ansprechen - das war eine Sache die nur Sie als den amtierenden Rudelführer und die böse Fuchskacke etwas angeht
  • der Hund kann jetzt durchaus selbst die Vernichtung der Fuchskacke im Ergebnis prüfen - sollte allerdings der Fuchskacke auch nicht zu nahe kommen (sonst s.u. D.4 Verlängerung)
  • wenn für ihn dann die Sache erkennbar auch erledigt ist, hat er gelernt: Fuchskacke ist für das Rudel das Schlimmste, was man sich vorstellen kann
  • und Frauchen oder Herrchen sind die besten Rudelbeschützer der Welt: Chapeau!

 

D.4 Gehen Sie in die Verlängerung !

  • wenn der Hund bei D.2 doch mit der Nase zu nahe an die Fuchskacke kommt, gehen Sie in die Verlängerung
  • beginnen Sie das Prozedere nochmal mit D.1
  • nur diesmal noch grimmiger und noch lauter
  • aber auch bei der Verlängerung: niemals direkt den Hund ansprechen oder gar angehen oder berühren!

 

 

 

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