ERSTE HILFE
BEIM HUND

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Textbeiträge zur Ersten Hilfe

Beschreibung der Kategorie Textbeiträge zur Ersten Hilfe (UPK)

Starke Blutungen bedeuten einen sehr ernst zu nehmenden, tiermedizinischen Notfall - der ein unverzügliches Handeln erforderlich macht. Die Blutungen müssen so schnell wie möglich gestoppt werden. Ohne eine schnelle erstmedizinische Versorgung am Unfallort besteht für den Hund akute Lebensgefahr durch Verbluten. Der Ersthelfer am Unglücksort übernimmt die notfall-medizinische Erstversorgung des Hundes und organisiert den unverzüglichen Transport zum Tierarzt.

Wenn ein Familienhund vor den Augen der Besitzer oder gar Kinder vom Jäger erschossen wird, ist das ein dramatisches Ereignis. Unsere Hunde sind heute Familienmitglieder - für aufwachsende Kinder oft richtige Freunde. Der Urlaub wird hundegerecht geplant, viele Hunde haben ein eigenes Fotoalbum und manche sogar eine eigene Internetseite. Jäger die diese Zeilen lesen sollten sich bewusst machen: sie traumatisieren mit ihrem tödlichen Schuss auf den Hund die dahinterstehenden Menschen auf das Heftigstste. Niemand hat das Recht diesen Familien solch ein Leid anzutun. Aus den traumatisierten Kindern werden einmal Journalisten, Politiker, Meinungsmultiplikatoren, Meinungsführer. Das Jagdrecht als althergebrachtes Obrigkeitsrecht muss nicht so bleiben wie es ist. Der schlechte Ruf der Jägerschaft und das Fehlverhalten Einzelner kann sich einmal in Gesetzesform gegen die Jägerschaft wenden.

Eine Magendrehung ist ein sehr ernst zu nehmender, tiermedizinischer Notfall. Die Überlebenschance des Hundes ist um so höher, je schneller er zum Tierarzt kommt. Wenn sich beim Hund der Magen gedreht hat, besteht ohne eine schnelle tierärztliche Versorgung akute Lebensgefahr. Der Ersthelfer am Unglücksort übernimmt die notfall-medizinische Erstversorgung des Hundes und organisiert den unverzüglichen Transport zum Tierarzt.

Ein offener Knochenbruch ist ein tiermedizinischer Notfall der ein sofortiges Handeln erforderlich macht. Dieses Dokument behandelt den offenen Knochenbruch an einer Gliedmasse. Wichtig: ein offener Bruch darf nicht geschient werden! Der Ersthelfer am Unglücksort übernimmt die notfall-medizinische Erstversorgung des Hundes und organisiert den unverzüglichen Transport zum Tierarzt.

 

Der medizinische Begriff Schock bezeichnet eine lebensbedrohliche Störung des Kreislaufsystems. Dabei ist ein Schockzustand nicht immer leicht zu erkennen, insbesondere wenn äussere Verletzungen fehlen. Im Zweifelsfall ist deshalb immer besser von einem akuten tiermedizinischen Notfall auszugehen, der ein sofortiges Handeln notwendig macht und danach den Tierarzt alles weitere entscheiden zu lassen.

 

Wenn der Hund Rattengift verschluckt hat, ist das ein akuter tiermedizinischer Notfall, der ein sofortiges Handeln notwendig macht. Die Symptome der meisten Rattengifte zeigen sich erst zeitversetzt, um schleichend innere Organe zu zerstören. Dies ist besonders heimtückisch. Ohne lebensrettende Maßnahmen durch den Tierarzt würde der Hund sehr wahrscheinlich sterben oder schwerste Schäden davon tragen. Der Ersthelfer am Unglücksort übernimmt die notfall-medizinische Erstversorgung des Hundes und organisiert den unverzüglichen Transport zum Tierarzt.

Vergiftungen sind aufgrund der Vielfalt der Giftstoffe und deren Wirkung auf den Hund ein sehr großes Feld. Wenn der Hund Gift gefressen hat ist das ein akuter tiermedizinischer Notfall. Manche Gifte wirken zeitversetzt und zerstören schleichend innere Organe, manche Gifte wirken sehr schnell. Ohne entsprechende Maßnahmen durch den Tierarzt würde der Hund sehr wahrscheinlich schwere Schäden davon tragen oder sogar sterben. Der Ersthelfer am Unglücksort übernimmt die notfall-medizinische Erstversorgung des Hundes, sichert eventuell vorhandene Giftproben und organisiert den unverzüglichen Transport zum Tierarzt.

Erstickung droht! Ein Fremdkörper im Bereich der Atemwege oder des Magen-Darm-Bereiches kann für den Hund sehr gefährlich werden. Insbesondere wenn die Atemwege zum Beispiel durch einen verschluckten Spielzeug-Ball (Tennisball) blockiert sind, droht akute Lebensgefahr. Wenn beobachtet wurde, dass der Hund einen Fremdkörper geschluckt hat, ist es im Zweifelsfall besser von einem tiermedizinischen Notfall auszugehen und den Tierarzt alles weitere entscheiden zu lassen.

Der Kontakt mit Strom kann beim Hund je nach Stärke des Stromschlags sehr unterschiedliche Symptome hervorrufen. In Fällen wie bei der Berührung mit einem elektrischen Weidezaun (Stromzaun, Elektrozaun) werden jedoch selbst bei Welpen kaum Folgen zurück bleiben. Bei stärkeren Stromquellen kann es jedoch auch zu schweren Verbrennungen bis zum lebensgefährlichen Schockzustand kommen.

Verbrennungen beim Hund können leicht unterschätzt werden. Im Gegensatz zur menschlichen Haut sind die Auswirkungen nicht so leicht zu erkennen - obwohl sie genau so gravierende Folgen haben können. Am häufigsten finden sich Brandverletzungen im Gesicht, vor allem an der Nase oder an den Pfoten. Wenn man den Verdacht hat, dass der Hund sich irgendwo verbrannt hat, sollte man vorsichtig die Haare entfernen (mit einer stumpfen Schere, z. B. Bastelschere für Kinder, oder abrasieren) damit man eine eventuelle Hautveränderung erkennen kann. Im Zweifelsfall sollte man das Tier immer besser dem Tierarzt vorstellen und ihn über die geeignete Behandlung entscheiden zu lassen.

 

Eine Hundepfote wird naturgemäß bei Schritt und Tritt durch den Hund belastet und ist durch Nägel, Scherben und anderes verletzungsgefährdet. Bei einer Schnittverletzung an der Pfote kann der Hund viel Blut verlieren. Dazu nimmt die Pfote leicht Schmutz auf und ist bei offenen Verletzungen infektionsgefährdet. Darüber hinaus ist eine Pfotenverletzung für den Hund eine sehr schmerzhafte Angelegenheit.  Der Ersthelfer übernimmt die Erstversorgung des Hundes und entfernt Fremdkörper wenn dies leicht möglich ist und bringt einen Pfotenverband an. Ausser in wirklichen Bagatellfällen sollte sich ein Tierarzt die Pfote ansehen und über das weitere Vorgehen entscheiden.

Wie bei uns Menschen die Fingernägel und Fussnägel bedürfen die Hundekrallen einer gewissen Pflege. Für den Gang des Hundes sind sie insbesondere im Gelände sehr wichtig und geben Halt. Auf unseren Gassitouren über Gehwege, Radwege, Feldwege und Strassen aber auch beim Spielen und Herumtollen sind die Krallen und das Krallenbett durchaus verletzungsgefährdet. Wenn sich der Hund eine Kralle verletzt hat, ist dies zwar kaum ein echter Notfall - dennoch kann eine tief im Krallenbett abgebrochene Hundekralle Blutungen und in der Folge bei schlechter Wundversorgung schwere Vereiterungen und Infektionen nach sich ziehen. Ein Krallenverletzung sollte deshalb immer sehr ernst genommen werden.